Je ne regrette rien

Posted by on 31. Oktober 2009

Miss Monster spornte mich im April dazu an mal ein Stück zu laufen. Nach kurzem „wozu soll das dann gut sein“ bin ich los. Aber den Begriff laufen zu verwenden wäre falsch. Rennen trifft es da eher. Ich war nicht nur viel zu schnell sondern auch nach kurzer Zeit außer Atem. Erschreckend festzustellen was der Körper alles nicht kann.

Mir blieben jetzt zwei schöne Möglichkeiten.

1) Die Problematik ignorieren, wer braucht denn schon Sport

2)Die Sache angehen und seine Kondition steigern, wofür brauch man denn sowas, ging bisher ja auch

Natürlich weckt es einen gewissen Ehrgeiz und der Virus von Miss Monster, euphorisch wie sie ist, hat mich ein wenig infiziert.

Am Anfang fallen solche Runden noch recht kurz aus. Man läuft zwei vielleicht auch drei Kilometer, dann ist die Luft raus. Vor jedem Lauf macht man sich der Sache bewußt. Ich gehe jetzt laufen, sowie die Vorbereitung auf die Fahrprüfung. Man konzentriert sich so auf das Schalten, Lenken, Hebel und Knöpfe so das der Fahrgenuss nach hinten fällt. Ich dachte anfangs nie das mir Auto fahren mal so einen Spaß machen könnte. Genauso ging es mir bei meinen Laufanfängen.

Wenn dann nach und nach die ersten Genussläufe kommen ist das ein völlig neues Erlebnis. Laufen bedeutet dann zeitweiße nicht nur Arbeit sondern auch Spaß. Nicht nur während des Laufs sondern auch hinterher. Wie erfrischend so ein Alltag plötzlich sein kann.

Im August mein erster Wettkampf. Fünf Kilometer auf der Bahn. Ich hab lange überlegt ob ich überhaupt teilnehmen soll. So Wettkämpfe sind ja nur was für Läufer. Doch ich hab teilgenommen und es hat Spaß gemacht.

5und halb

Was mich aber danach eingeholt hat war so ein Motivationstief. Erst die Anfänge dann die Steigerung und schlussendlich der Wettkampf. Und nun? Davon hat mir keiner was gesagt! Doch man muß sich sortieren und neue Ziele stecken und schon kann es weiter gehen.

Mittlerweile fahre ich gerne Auto laufe ich gerne. Gerne? Das klingt aber jetzt nüchern. Nein,es passt.  Summa summarum, gerne!

Es ist so selbstverständlich geworden und habe mich im April richtig entschieden. Das ich bisher verletzungsfrei bin außer der ein oder anderen Überbelastung traue ich mich fast gar nicht zu schreiben. Ich will es ja nicht beschreien. Aber es freut mich das es deswegen keine Verhinderung gab. Wenn, dann stand ich mir höchstens selbst im Weg!

Ich bereue nichts…!

7 Responses to Je ne regrette rien

  1. Evchen

    Und das mußt Du auch nicht!
    Schön geschrieben und ich bin so stolz auf Dich!

    Wie Du selbst gesagt hast: „Es erstaunt mich, daß ich weiter gelaufen bin.“ Und Du wirst noch weiter laufen!

  2. Christian

    Hallo Christian,

    dieser eine Absatz,

    Wenn dann nach und nach die ersten Genussläufe kommen ist das ein völlig neues Erlebnis. Laufen bedeutet dann zeitweiße nicht nur Arbeit sondern auch Spaß. Nicht nur während des Laufs sondern auch hinterher. Wie erfrischend so ein Alltag plötzlich sein kann.

    trifft es doch sehr schön. Das sind sie, die Momente an denen es sich lohnt weiter zu laufen. sie bleiben irgendwann so präsent, dass auch schlechte Läufe oder Motivationslöcher kommen können. Also, gib nicht auf, sondern lass Dich ab und an von Eva auf die Piste schicken. Glaube mir, ich weiss wovon ich rede, meine Eva heisst nämlich Sandra 😎

    Salut

  3. Hannes

    Es hat sich gelohnt, ganz sicher.
    Es ist einfach nur schön, zu lesen, wie sich daraus der Spaß entwickelt. Immer weiter so 😉

  4. sandra

    So schön geschrieben. Mir geht es da ähnlich wie dir 🙂 Und da ich seit einer Woche *schäm* nicht mehr auf den Füßen war und mich dein Bericht grad so motiviert, gehe ich jetzt laufen.

    Bis später :-D..

  5. Sinusläufer

    @Evchen
    Danke,ja ich werde weiter laufen. Wie Christian kommentiert hat, wirst Du mich schon auf die Piste schicken wenn es mal nicht so läuft.

    @Christian
    Ja, die Erinnerungen an die schönen Läufe bleiben im Gedächnis. Schlechte Läufe sind ja auch immer Auslegungssache. Stimmt, wenn ich überlege ob ich soll dann ist sie die treibende Kraft. Sie wissen einfach was uns gut tut. 🙂

    @Hannes
    Ich habe es auch gerne geschrieben. 😉 Weiter so! Den Zuspruch nehme ich gerne an und hoffe von mehr Erholungsläufen und weiteren Distanzen berichten zu können.

    @Sandra
    Das freut mich wenn dich der Bericht motiviert hat. Dann aber schnell raus. 😉

  6. Pienznaeschen

    Lieber Christian,
    es ist richtig schön hier zu lesen – ich freue mich unheimlich für Dich und mit Dir 🙂

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