Fotografie

Posted by on 11. November 2009

Das heutige Wort Kamera leitet sich vom lateinischen Camera obscura (dunkler Raum) ab.

Doch was ist eine Camera obscura?

In einem komplett dunklen Raum befindet sich ein Loch in der Mitte einer Seitenwand.

Auf der gegenüber liegenden Wand entsteht als Projektion ein auf dem Kopf stehendes, spiegelverkehrtes Abbild der Umgebung des Raumes. Je kleiner das Loch, um so schärfer, aber leider auch um so dunkler die Abbildung.

Lochkamera

camera_obscura

Mit Gesetzen der Optik hatte man sich schon ca. 330 v. Chr. beschäftigt.

Später wurden in dem Loch mit Linsen gearbeitet. Mittels dieser Linse läßt sich der Brennpunkt einstellen um somit ein schärfers Bild zu erhalten.

Siehe hier:

Linse

linse

Das ist immer noch das Grundprinzip der heutigen Kamera.

Doch damit hat man noch keine bleibenden Bilder gemacht.

Die ersten Aufnahmen sind im 19.Jahrhundert entstanden. Mittels diversen chemischen Substanzen wie  eine Natriumthiosulfatlösung oder speziellem Asphaltlack. Das ganze klingt alles noch sehr abenteuerlich. Erst recht wenn es hier noch um Belichtungszeiten von acht Stunden geht.

Es wurde ausprobiert, die chemischen Elemente wurden ausgetauscht und so veränderte sich die Belichtungsdauer und die Bildqualität zum positiven.

Man stellt sich gar nicht vor wie viele Menschen daran beteiligt waren. Wieviel Zeit die investiert haben bis es zu solch einer für uns selbstverständlichen Sache kam wie der heutigen Digitalkamera.

1990 dann doch endlich gab es die erste kommerziell erhältliche Digitalkamera. Ob die natürlich an die Bildqualität von damaligen Kameras herankam laß ich jetzt mal im Raum stehen.

Die digitale Welt ist gar nicht soviel anders. Das einzige was sich geändert hat ist das Speichermedium. Das Prinzip der Camera obscura bleibt erhalten. Ob die Digitalisierung für den Otto-Normal-Verbraucher wirklich ein Vorteil war für bessere Bilder? Ich finde, jetzt hat er noch mehr Knöpfe zum verstellen. 😉

Kamera

fotoapparat01

Doch wie funktioniert das digitale Speichermedium?

Das Schlüsselwort heißt hier CCD (Charge coupled Device). Dieses Bauteil sitzt hinter dem Objektiv und sammelt die verschiedenen Lichtsignale um diese in elektronische Signale umzuwandeln.

Natürlich gibt es gerade bei diesen Chips große Qualitätsunterschiede. Ein Nachteil ist somit bei günstigen Chips das diese ein eigenrauschen entwickeln. Dieses Rauschen legt sich somit auf das Bild was sich wiederrum in der Bildqualität wiederspiegelt.

Wieder spiegelt…. Spiegel?

Ah, wer weiß es ? Was ist Spiegelreflex?

Mittels einer Spiegelreflexkamera kann ich direkt durch das Objektiv schauen anstatt durch meinen Sucher. Somit kann ich mein Motiv optimal auswählen. Doch was erklär ich. Seht selbst:

Sucher-Kamera

sucherkamera

Spiegelreflex

spiegelreflexkamera

Ich glaube ich habe mich bei diesem Thema ein wenig verlaufen. Zu jedem Absatz hätte ich aufgrund der Informationsflut ein eigenes Thema machen können. Hoffentlich erscheint es nicht zu verwirrend!

7 Responses to Fotografie

  1. Hannes

    Verlaufen ist schlecht ;P

    Die ersten Absätze erinnern mich ein wenig an den Physik-Unterricht, doch besonders den Schluss zur Spiegelreflexkamera fand ich super. Da hat man so ein Ding und weiß gar nicht so recht, was es damit auf sich hat. Danke dafür 🙂

  2. Pienznaeschen

    Was Du alles weißt oder so in Erfahrung bringst, wow!
    Finde ich ehrlich spannend, auch wenn ich von mir alleine aus da keine Infos zu angesammelt hätte bedanke ich mir bei Dir die Idee gehabt zu haben 😉

  3. Chris

    Photoapparate sind auch so eine typische Abzocke. Völlig an den Bedürfnissen und Fähigkeiten vorbeientwickelt. Wer es sich leisten kann, hat völlig unnötigen Schnickschnack, den er im besten Fall nicht benutzen kann, der aber auch nicht beim Erstellen der Bilder hindert. Klassisches Statussymbol. Gute Bilder brauchen keine gute Kamera, sondern ein gutes Auge.

  4. Sinusläufer

    @Hannes
    Die Spiegelreflexkamera wird auf einmal so logisch. Den Aha-Effekt hatte ich auch. Gerne.

    @Pienznaeschen
    Teils,teils! Die camera obscura und die CCD-Chips kenne ich. Darauf baue ich auf und recherchiere dann. Mir macht das Spaß. Danke,gerne! *knicks*

    @Chris
    Es stimmt! Was nützt mir die Technik wenn ich sie nicht bedienen kann. Das selbst, günstige Kameras funktionen haben die das Gerät nicht anständig umsetzen kann,auch gut. Aber grundsätzlich verteufeln kann ich das nicht. Ist die Frage über welchen Preissektor man sich unterhält.
    Wobei das jetzt in einer Grundsatzdiskussion enden könnte. CD-Player oder Plattenspieler?

    P.S.: null

  5. An-Kas

    Sage ich ja auch immer: „Ein guter Koch braucht keine teuren Töpfe, um leckeres Essen zu kochen…“
    Wichtiger ist ein Händchen oder wie Chris sagt ein Auge für gute Fotos als eine Kameraausrüstung im Wert eines Kleinwagens.
    Heutzutage laufen viele so kameramäßig „overdressed“ herum, und wissen dabei noch nicht einmal, wofür sie einen Spiegel haben – geschweige denn, was man mit Blende und Verschlusszeit anfängt! *kopfschüttel*
    Gut, dass du mit deinem Beitrag da mal ein bisschen Licht ins Dunkel bringst 😉
    Viele Grüße, Anke

  6. sabinche

    Das ist ja mal sehr nett (obwohl bekannt für mich)! Ein bißchen Theorie kann nicht schaden, bevor ich mich morgen in die Praxis bewege. Fotoshoot beim Pferderennen! Ich bin gespannt.
    Jetzt müsste ich nur noch wissen, auf welches Rassepferd ich setzen müsste, um groß abzuräumen… 😉

  7. Sinusläufer

    @Anke
    Ja,ohne Führerschein ist das Auto nutzlos. Nur das es hier keinen benötigt. Für Licht müßte ich noch mehr in Detail gehen aber das überlasse ich gerne den Profis.

    @Sabinche
    Dann hoffe ich das Du durch die Auffrischung sehr schöne Bilder machst und auf das beste Pferd setzt. Bei uns steht seit Mittoch eins auf dem Flur. 😉

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