Zwei Ziele ein Weg

Posted by on 14. November 2009

Da der Wetterbote uns ein warmes Wetter voraus gesagt hat hatte ich heute auf einen schönen Lauf gehofft. Die Fragen waren jetzt nur noch: Wann? Wohin?

Ich überlegte gestern schon einen schönen Lauf durch die Weinberge zu machen. Aber dafür müsste ich erstmal einige Automeilen zurücklegen. Heute Mittag war das Wetter ein wenig unbeständig und ich entschied die Weinberge erstmal hinten anzustellen. Wenn ich schon mit dem PKW zur Laufstrecke fahre dann möchte ich auch die Aussicht genießen und schöne Bilder machen.

Heute startete der Tag sehr langsam. Nachdem ich viel zu spät aus dem Bett gefallen bin, meine bessere Hälfte war schon laufen,ging ich nach der Tasse Kaffee erstmal Brötchen holen. Ein ausgiebiges Frühstück folgte und ich versank erst einmal in der Runnersworld.

Gegen 15:00 Uhr hatte es die Sonne wieder geschafft sich durchzusetzen. Jetzt hatte ich den ganzen Tag vertrödelt. Also hab ich mich an der Wii erstmal mit Tennis warm gemacht um dann gegen 16:00 Uhr meinen Lauf zu starten. Etwas Sonne wollte ich ja schon haben. Im Dunkeln kann ich auch wieder unter der Woche laufen.

Ich steckte mir zwei Ziele:

  1. Ich komme erst wieder wenn ich das Rammstein-Album komplett gehört habe

  2. Höhenmeter müssen dabei sein

Also machte ich mich erstmal nach oben um meiner Anforderung gerecht zu werden. Schön gemütlich, ich möchte mich ja nicht schon am Anfang verausgaben. Ich hatte mir oben vorgenommen ein wenig zu pausieren um die Sicht zu genießen aber dafür hatte ich noch zu viel Puste. *hähähä*

Zwei Bilder und weiter….

ObenOben1

Jetzt ging es weiter Richtung…… ich hatte keine Ahnung……ich wollte ja nur hoch!

Also erstmal die Straße weiter….als ich dann aber auf eine stark befahrene L kam,bin ich kurzerhand auf einen Feldweg gewechselt. An einem Bauernhof und grünen Wiesen

Foto129

vorbei stand ich plötzlich vor der Entscheidung links oder rechts. Das mir das mitten im Lauf passieren muss. So spontan bin ich dann auch nicht. 😉

Ich schaue mich um, orientiere mich und sehe von links eine Läuferin kommen. Also bin ich nach links, wo die herkommt kann es nicht so verkehrt sein.

Als wir uns begegneten, lächeln wir beide freundlich und ich hatte das Gefühl das wir beide froh waren nicht alleine so verrückt zu sein durch die Felder zu laufen. Außerdem freue ich mich immer wenn ich Läufer-innen sehe weil mir das eher selten passiert.

Jetzt ging es weiter den Feldweg entlang, notgedrungen nochmal kurz an der Landesstrasse entlang um dann den Weg auf bekannte Strecke zu lenken.

Nach guten 54 min. entspanntem laufen war ich gut einen Kilometer von zu hause entfernt. Hmmm, da könnte man doch….. und ehe ich noch dachte hab ich schon auf’s Gas gedrückt. Ein neuer Stundenrekord ist doch sicher gut für das Ego. Denn letzten Kilometer konnte ich dann unter 6 min. laufen und mir hat es wahnsinnig Spaß gemacht meinen Schildkrötenlauf zeitlich aufzuholen.

Eine Stunde bei 8,548 Kilometern. Zusätzlich darf ich mich über 120 Höhenmeter und einem richtig schönen Lauf freuen. Das Rammstein-Album kenne ich auch jetzt komplett und bin begeistert.

13 Responses to Zwei Ziele ein Weg

  1. Christian

    Ganz schön mutig, Christian, einfach Mal los auf Expedition. Das gefällt mir, obwohl ich Dich nur warnen kann, ich habe mich schon so verirrt, dass ich froh war, irgendwann wieder aus dem Wald heraus zu finden 😉 Nein, das Ganze ist nicht in einem unbekannten fernen Land passiert, sondern gerade einmal 7 Kilometer entfernt von meiner Haustür und mein Orientierungssinn ist nicht der Schlechteste 😎

    Trotzdem, man sollte bei begrenzter Kilometerleistung lieber Mal vorher die Strecke mit dem Rad erkunden, nur so als Tipp 😉

    Schönes Restwochenende noch

    Salut

    PS: Ich treff auch ganz gern Läuferinnen 😎

  2. Kai

    Seid ihr gerade umgezogen oder kennst du dich einfach in deiner Gegend nicht aus? 😉 Egal, hauptsache gelaufen und dann auch noch in einer ordentlichen Zeit. Morgen schwinge ich mein wertes Hinterteil dann auch wieder für 2h auf die Straße.

  3. Pienznaeschen

    Das klingt gut, richtig gut und es hat auch soviel Spaß gemacht, gell 😉
    Mutig!! Ich habe immer ein wenig Respekt davor das ich ja auch wieder zurück muss und gucke deswegen vorher wohin die „Reise“ geht … aber so als Mann, gell *duckundrenn*

    (Wenn ich davon ein ganzes Album hören müsste, das wäre für mich ein Grund nicht zu laufen und nun renn ich endgültig ganz schnell weg 😉 )

  4. TomWingo

    Lieber Christian, lieber Nachbar,

    ich erinnere mich noch gut an die anfänglichen Waldläufe bei uns. Obwohl ich schon lange hier in der Grafschaft wohne, kannte ich die lokalen Zusammenhänge zwischen den einzelnen Orten nicht wirklich. Beim Auto fahren ist alles anders und schneller.
    Und so habe ich mich auch einige Male im Wald verlaufen.

    Aber man muss das sportlich annehmen. Solange noch Wasser da ist und solange der MP3-Player noch mitspielt, ist alles gut. Der Gott der Läufer will dann nur, dass wir „Überstunden“ machen.

    Danke übrigens für Deinen lieben Kommentar in meinem Blog. Danke für den Zuspruch. Und ich will Dir hier auch noch kurz Deine Frage beantworten: wir reden von 2010, die Zeit rast!

    Liebe Grüße nach Neuwied!

    TOM

  5. An-Kas

    Du hast aber eine sehr schöne Gegend zum Laufen! Hast du nicht auch mal gesagt, dass du nicht gern von zu Hause aus läufst?
    (Also bei so tollen Bildern hätte ich bestimmt mehr Lust als hier im Straßendschungel…) Ab sofort erbitte ich mehr Fotos von deinen Laufstrecken, insbesondere wenn es mal in die Weinberge geht!
    Viele Grüße, Anke

  6. Sinusläufer

    @Christian
    Orientierung hatte ich ja noch. Ganz so schlimm war es nicht. Aber sehr schön mal auf Erkundung nach neuen Strecken zu gehen. Das weckt das Kind im Manne. 😉
    Das mir das mit den Läufer-innen so ausgelegt wird war ja klar. 🙂

    @Kai
    Die Zeit hat mich auch gefreut. Tja,verlaufen… Damit hatte ich Dich ja auch mit aufgezogen. Damit sind wir wohl quitt. 😉
    Ich hoffe Du hattest heute einen schönen Lauf.

    @Pienznaeschen
    Es hat wahnsinnig Spaß gemacht. Ich bin eher der Kontrollfreak und plane alles im Kopf durch. Umso schöner war es mal loslassen zu können und einfach laufen zu lassen.
    Als Mann,wah? Na komm Du nochmal her dann hören wir uns das Album mal gemeinsam an. 😉

    @TomWingo
    JA,im PKW kennt man seine Strecken. Aber die sind für angenehme Läufe eher suboptimal. 😉
    Dafür mache ich auch gerne mal Überstunden wenn es denn nötig ist.
    2010? Wow,dann wird das aber ein straffer Zeitplan. Ich hoffe das es aufgeht.

    @Anke
    Hab ich? Ich laufe zwangsläufig von zuhause. Jedesmal das Auto zu bewegen wäre ja albern. Das finde ich hier auch als Vorteil. Wenn man möchte, ist man schnell aus der Stadt raus und darf in der Natur laufen. Möglichkeiten sind da. Ich habe es immer noch nicht geschafft am Rhein zu laufen und der Weinberg soll kein Traum bleiben.
    Versprochen, sobald es wieder eine schöne Strecke gibt werden mehr Bilder folgen.

  7. Sabine

    Ja, das klingt doch sehr gut! „Weinberge“ klingt ja schon nach Auf- und Abstieg und ist demnach mit etwas Anstrengung (zumindest beim Hochlaufen) verbunden.
    Allerdings zeigen die Bilder ja eher Flachland… 😉

    Wir hatten gestern schlechteres Wetter. Ich lief bei Dauerregen, aber wenigstens war es nicht so kalt.

    Und danke für den Hinweis mit der neuen Runnersworld. Du scheinst Abonnent zu sein!? Aber ich merke mir schon mal vor, dass ich mir die unbedingt auch baldigst holen muss.

    Schönen Abend noch!

  8. Sinusläufer

    @Sabine
    Anstrengung? Aussicht,Natur,Rheinblick sind die schöneren Begriffe. 🙂

    Stimmt, es war schön warm. Aber das Wetter war in Deutschland eher zweigeteilt wenn ich so in den Blogs lese.

    Die Runnersworld aboniere ich nicht. Ich hab mir seit der ersten Ausgabe mal gesagt:“Ich kaufe die nur wenn mich die Themen interessieren“,aber irgendwie hab ich jetzt doch jede Ausgabe geholt.
    Ich lese ja nicht alleine.

  9. Hannes

    Respekt – das waren ja zwei gänzlich verschiedene Ziele. Die Laufstrecke genießen oder Musikhören – für mich eigentlich zwei unterschiedliche Dinge, da für zweites auch eine gammelige Strecke herhalten kann. Bei dir ist der Genuss der Landschaft aber dennoch nicht zu kurz gekommen – schön!

  10. Bernd

    Einfach so drauflos laufen, das ist etwas was ich mir selber noch nicht zugetraut habe. Aber eine gute Möglichkeit eine neue Umgebung zu erkunden. Es besteht allerdings immer das Risiko das man sich richtig beim Laufen verläuft und das es dann ein riesiger Weg wird.
    Den schönen Bildern entnehme ich das Du ein schönes Laufrevier hat, also wird es da sicher noch einiges zu entdecken geben.

  11. Sinusläufer

    @Hannes
    Manchmal will man eben beides. Abends wo man eh nichts mehr sieht kommt mir die Musik schon gelegen. Der Genuss muß! 😉

    @Bernd
    Was könnte dann passieren? Zur Not müßte ich langsam gehend den Weg nach Hause suchen. Zudem ist es ein wenig Abenteuer.
    Ich beschwere mich nicht kann aber, so wie heute, auch mal neben einer stark befahrenen Strasse herlaufen wenn ich ein bestimmtes Ziel habe. Gerade bei der Dunkelheit ist man da ein wenig eingeschränkt.

  12. Torsten

    Höhenmeterchen sind was tolles und das mit neuen Strecken kombiniert, unschlagbar. Ich muss auch irgendwann mal ne Runde bei euch da unten drehen. Dann könnte ich auch gleich den Herd mitbringen. 😉

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