Sinusläufer

Es geht nicht immer geradeaus

Archive for März, 2010

Stadt,Land,Fluss

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Was hab ich von diesem Stadtleben wenn mich das Sirenengeheul irgend eines Krankentransportwagen, Notarzt, Feuerwehr oder Polizei in meiner Ruhe stört? Was bringt mir dieser laute Verkehr der von der nahegelegenden Bundesstrasse tönt? Wieso feiert man hier andauernd Feste und läßt Jugendliche besinnungslos Alkohohl trinken damit sie dann irgendetwas zerstören oder jemanden angreifen? Warum genau bremsen mich immer rote Ampeln auf meiner kurzen Strecke?

Sollte nicht das ländliche Leben mehr Ruhe bieten wo ich mich maximal vom zirpen der Grillen gestört fühlen könnte? Wo die Mehrheit abends in ihren Häusern sitzt und sich von der Flimmerkiste bedröseln läßt? Dort wo der Nachbar noch grüßt und gemeinsam ein Schwätzen mit mir hält? Wo ich ganze Kilometer fahren kann ohne auch nur einer Ampelanlage zu begegnen?

Manchmal wünschte ich mir diese beschauliche und idylische Ruhe. Wo ein Sirenengeheul zum Ereignis erklärt wird und am nächsten Tag ausgiebig in verschiedenen Versionen analysiert wird. Wo ich die Balkontür auflassen kann ohne die Angst zu verspüren gleich kommt einer rein und nimmt mit was nicht gerade angeschraubt wurde. Manchmal vermisse ich dieses übersichtliche Dorfleben.

Aber nur manchmal…

Der Städter liebt seine Privatsphäre und entscheidet wieviel er davon preisgeben möchte. Der Städter kann auch zu unchristlichen Zeiten in den nächstgelegenen Supermarkt um das vergessene Salz nachzukaufen. Der Städter kann mit öffentlichen Verkehrmitteln mehr Ziele errreichen. Der Städter profitiert von einer besseren medizinischen Versorgung im Umkreis.

Genau solche Dinge empfinde ich als großen Vorteil. Dinge erledigen zu können ohne lange Wege zu beanspruchen. In der Stadt passieren Dinge schneller. Das einzige was sie aufhällt ist die Bürokratie. Aber das ist ein anderes Thema.

Ich selbst lebe in einer Kleinstadt wo sich  Dorfleben und Stadtleben überschneiden. Eine gesunde Mischung für einen ehemaligen Dörfler. Hier muß man nicht zwingend im Feuerwehr-,Schützen- oder Kirmesverein sein.Wenn ich die Natur suche sind es nur einige Laufminuten entfernt bis ich mitten im grün stehe. Selbst die Weinberge sind nach ein paar wenigen Autokilometern zu erreichen. (Wenn sich meine Distanz erhöht sogar laufend)

Die Innenstadt ist auch schnell erreicht. Hier reicht der Drahtesel aus wenn ich in das Sportgeschäft meines Vertrauens möchte. Die Arbeit erreiche ich sogar per pedes.

Wie ist es bei euch? Seid ihr erfolgreiche Städter oder zieht ihr ein gemütliches Dorfleben vor?

Written by Sinusläufer

März 31st, 2010 at 10:27 pm

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*knicks*

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Ich möchte mich bei allen recht herzlich bedanken. Ich hab mich über die zahlreichen Kommentare sehr gefreut. Der erste Zehner war für mich ein besonderer Lauf und wenn man das auf diesem Wege nochmal gezeigt bekommt tut das doppelt gut. Danke!


Seit heute ist das Zielfoto online gestellt. Ich wußte gar nicht wie verkrampft das aussieht wenn man auf dem letzten Loch pfeift aber ich glaube mein Lächeln erkennen zu können.

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Dieses Bild hat mein Arbeitskollege gemacht kurz vor der Zielgeraden.

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Die harten Fakten:

Platz 227 von 234 von allen Teilnehmern

Platz 8 in der AK30 von 8

Platz 170 von 173  der Herren

…und den ersten Platz in meinem Ego. ;-)

Written by Sinusläufer

März 29th, 2010 at 10:28 pm

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Mein Debüt

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0:00 Uhr

Nein, ich bin nicht nervös. Das kleine Kind in mir freut sich als ginge es morgen auf einen Schulausflug und der Erwachsene verdrängt seinen Leistungsdruck den er sich selbst auferlegt hat. Gute Nacht!

06:55 Uhr

Grmpf, mein Handy läßt arbeitgeberfreundliche Töne verlauten. George Clooney würde jetzt sagen: “It’s not my time!”

09:30 Uhr

Aha, die Zeit gefällt mir schon besser und ich schlender erstmal langsam in das Bad!

11:17 Uhr

Beim Brötchen holen hab ich die erste Wetteranalyse durchgeführt. Bei der Wahl meiner Kleidung bin ich trotzdem nicht weiter gekommen. Ich würde lügen wenn ich sagen würde ich wäre nicht aufgeregt.

12:00 Uhr

Wir schauen uns gerade nochmal die Teilnehmerliste an und puschen uns mit Musik!

http://www.youtube.com/watch?v=cN8WeadBW1o Kriss Kross Jump,Jump

http://www.youtube.com/watch?v=uY3LAFJbKyY Metallica Enter Sandman

http://www.youtube.com/watch?v=eDd-GXkMrJs Iron Maiden Run to the Hills

http://www.youtube.com/watch?v=vlc6XM_yyMA ACDC Highway to Hell

http://www.youtube.com/watch?v=yarYjuN-m8I Rocky Horror Picture Show Time Warp

13:00 Uhr

Carpe Diem! Die weiße Farbe auf dem Balkon steht nicht zum Spaß da und wird jetzt noch in Teilen an die Wand getackert.

14:15

Ein gemütliches Duschritual wurde soeben vollzogen. Momentan scheint die Sonne und der Wind ist relativ schwach. Ich wünsche mir das es so bleibt. So jetzt ab in die Laufsachen und los.

14:35

Ankunft. Der Parkplatz ist direkt gefunden. Jetzt schnell die Startnummern (Miss Monster und meine) holen und ab zum einlaufen.

15:30

Der Startschuss ertönt und ich erschrecke. Nanu? Warum so laut. Wir stehen im Mittelfeld und die Läufergemeinde setzt sich in Bewegung. Kurz hinter dem Ziel steht mein Arbeitskollege mit Familie und jubelt mir zu. (Danke!)

Ich laufe mit der Masse mit und geniesse dieses tolle Gefühl. Wow, die Sonne lacht und alles scheint zu passen.

Nach ca. zwei Kilometern schaue ich auf meinen Forerunner. Die angezeigte Pace lag bei 5:50. Ups, dachte ich noch. In der Menge kommt es dir gar nicht so schnell vor. Man wird regelrecht getragen. Doch nach weiteren 500 Metern hab ich für die Schnelligkeit die Quittung bekommen. Seitenstechen auf der rechten Seite zwingen mich zum Gehen und mal kurz stehen und wieder anlaufen und wieder gehen und stehen. Ich könnte kotzen. Jetzt gehen schon die ersten Walker an dir vorbei. Ich überlege kurz ob der Lauf jetzt noch Sinn macht. Ich bleibe stehen, nutze die Zeit für eine Denkpause und sag mir: “… und wenn die dich die letzten Meter tragen, DU gibst jetzt nicht auf.”

Ich fange wieder langsam an zu laufen und merke das die Schmerzen auf einem erträglichen Niveau bleiben. Ich schöpfe langsam wieder Mut aber ich bin ziemlich allein auf der Strecke. Die Walker die an mir vorbei sind dürften ca. 500 Meter Abstand nach vorne zu mir haben. Ich bleibe dran und je mehr Kilometer ich hinter mir gelassen hab desto näher kam ich wieder an die drei Walker ran.

Gleich hab ich sie, gleich noch ein paar Meter! Mittlerweile dürften sie mich schon von weitem hören. Ich schnaube wie ein Walroß was mir in dem Moment aber so ziemlich egal ist. An Kilometer acht ziehe ich wieder an ihnen vorbei und hab wieder Läufer im Blick.

Oh man, das puscht. Ich werde immer schneller, versuche das mögliche rauszuholen ohne auf der Strecke zu bleiben. Ab Kilometer 9,5 gebe ich nochmal so richtig Gas (was halt noch geht) und kasiere mir noch zwei,drei Läufer ein.

Die Zielgerade kommt, Miss Monster steht im Ziel, ich grinse, ich renne und ich bin durch! Jawohl!!! Geschafft!!!

Meine Zielzeit ist 1:05:27 mit einer Pace von 6:31. Ich bin mehr als zufrieden mit mir. Ich habe nicht aufgegeben und sogar das Tempo noch gesteigert.

Für mein 10 km Depüt hatte ich mir eine Zielzeit von 1:05 gewünscht wäre mit einer 1:10 aber auch zufrieden gewesen.In meiner Altersklasse hab ich den letzten gemacht. Ich muß sich ja auch erstmal in der M30 zurechtfinden. ;-)

Alles wunderbar! Eine Lehre hab ich auch daraus gezogen. Laß dich nicht von der Masse ziehen.

Meine Aktivitäten Engers Wettkampf 27.03.2010, Tempo - Distanz

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18:10

Das Wetter belohnte uns mit Sonnenschein!

Written by Sinusläufer

März 27th, 2010 at 9:36 am

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Abschied

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Blogs kommen und gehen. Kürzlich hab ich bei Jogger Blogger gelesen das er seinen Blog aufgeben möchte weil im die Muße dafür fehlt. Seinen Blog hatte ich für mich entdeckt und habe regelmäßig gelesen. Natürlich hab ich gemerkt das seine Post’s nachgelassen haben aber das passiert temporär bei jedem Blog. Kai, ich wünsche Dir viel Erfolg für deinen Halben und man liest sich!

Ich frage mich manchmal wie ein Blog über Jahre hinweg gepflegt wird ohne jemals ein Feedback dafür zu bekommen. Welche Ambitionen haben die Schreiber?

Die Ausrede das man für sich schreibt lasse ich nicht gelten. Dafür brauche ich das www nicht zu nutzen. Die Daten kann ich auch offline speichern und mir bei Bedarf hervorholen. Also lebt der Blog nur von dem Gedanken das er gelesen wird? Vielleicht ist es auch eine moderne Art von Flaschenpost in der Hoffnung das es irgend jemand liest?

Ich für meinen Teil bin froh so ab und an mal ein Feedback zu erhalten. Das macht den Blog einfach lebhafter.

P.S.:

Der heutige Lauf war geplant aber nicht der Weg. Der war spontan und äußerst kurzweilig weil sich mein Arbeitskollege dazugesellt hat. Schöne Momente,schönes Wetter!

P.P.S.:

Vergangenheit:

Foto325

Gegenwart:

wetter 23.03.10

:-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-)

Written by Sinusläufer

März 23rd, 2010 at 9:15 pm

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Blogless

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Liebe Leserinnen und Leser,

in diesem Blog schreibe ich über mein Läuferleben und Erfahrungen die ich damit mache. Nicht immer läuft alles glatt aber meine Kilometer hab ich immer gemacht. Mal mehr mal weniger. Nicht immer lohnt es sich darüber zu berichten. Es stagniert würde man in der Wirtschaft sagen aber trotzdem wird produziert. Doch bevor ich hier ausgedehnte Stagnationsberichte poste dreh ich lieber meine Runden.

In letzter Zeit hab ich mir Gedanken über Blog’s gemacht, über das lesen und kommentieren. Die riesige Welle die letzt über die Bloggerwelt geschwappt ist habe ich verpasst oder es dauert einfach länger bei mir. Auf jeden Fall hab ich mir den Druck gemacht ich müßte überall lesen und kommentieren und lesen und kommentieren. Von dem Trip bin ich runter. Während der Arbeitszeit kann ich das www nicht nutzen und verbringe meinen Feierabend mit den Blog’s. Da ich meinen Reader gut gefüllt hab nimmt das ziemlich viel Zeit in Anspruch. Kurz um ich war übersättigt. Die Folge von Übersättigung ist Meidung.

Ein Blog ist ein Angebot und ich darf entscheiden ob ich ihn lese oder sogar kommentiere. Ich habe meine Lieblingsseiten wo ich immer auf dem laufenden bin und welche wo ich mir überlege ob ich den Bericht überhaupt lesen soll.

Was ich mir ankreide ist meine kommentierfaulheit. Wenn ich so manchen Blog besuche würde ich manchmal gerne ein “Es interessiert mich und ich habe gelesen” hinterlassen finde aber auch das kommentieren um des komentieren Willen auch nicht im Sinne des Erfinders ist.

Mit dieser meiner Feststellung schreie ich mit Sicherheit nichts neues in die Welt und das wollte ich damit auch nicht.

Ich blogge gerne, ich lese gerne aber alles in gesunden Dosen!

Written by Sinusläufer

März 20th, 2010 at 8:37 pm

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