Ich will Halbmarathon

Posted by on 19. August 2011

Es quält mich…

Dieses längst an trainierte schlechte Gewissen einen geplanten Lauf nicht durchzuführen beschimpft mich geradezu. Die Vernunft hingegen zügelt mich. Es ist wohl genau das Gegenteil von einer guten Win-win Situation.

Es war der vergangene Sonntag als ich meinen langen Lauf hatte. Der Lauf selbst war ereignislos aber gut. Tags darauf verspürte ich ein leichtes Druckgefühl in der Zeh. Nichts was man vom Gefühl groß bewerten müßte oder meinen Dienstagslauf daraufhin abzusagen. Doch das Gefühl besserte sich auch Dienstags nicht. Grund genug am Mittwoch einen Arzt aufzusuchen um eine schnelle Diagnose und am besten auch die direkte Heilung zu erfahrern.

Die Diagnose war nach Ziehen und Drücken des Zehs schnell ausgesprochen. „Überlastung!“ Selbstklug wie Wikipedia, Google und Ich nun mal sind bin ich Donnerstags zur Fußmassage gegangen in der Hoffnung eine Blockade lösen zu können. Leider war das auch nicht die Lösung aber es war eine wohltuende Idee.

Jetzt ist es Freitag und bis auf mein Fahrtspiel von gestern ist noch alles gut. Aber diese Ungewissheit wie lange dieses Druckgefühl noch erhalten bleibt läßt die Gedanken kreisen zumal es immer noch nicht besser ist. Längere Bewegungen verstärken das Gefühl des Drucks,somit fällt ein Probelauf definitiv aus.

Analyse:

War ich zu unvernünftig? Hab ich zu viel gemacht? Nein, nicht direkt! Ich hab mir einen Trainingsplan geholt der sich an keinerlei Bestzeiten orientiert sondern nur ein sicheres ankommen garantieren soll. Weniger wäre nichts. Durch meine strickte Einhaltung des Plans hab ich auch die Laufpausen eingehalten. Gerade jetzt zur Zeit meines Urlaubs kam die Regeneration sicher nicht zu kurz.

Sind es vielleicht die neuen Schuhe? Möglich,auch wenn ich darauf geachtet habe sie nur bei den kurzen Läufen zu tragen.

Es hilft nichts, ich muß abwarten,bin zu ungeduldig,habe Angst mein Ziel nicht zu erreichen,morgen wird es besser, es lief doch gut,ich warte ab, ich hol das Rad?,ich warte ab,ich hab noch drei Wochen Zeit,nur drei?,ruhig atmen,Ich möchte gern die Ausdauer und die Kondition bestellen! Ja,geben sie mir ruhig die große Packung!

15 Responses to Ich will Halbmarathon

  1. Chris

    Der Druck ist jetzt egal bei welchem Schuh? Vermutlich tut dir jetzt eine Pause wirklich besser als vorsichtiges Training. Ich weiß nicht, ob ich es durchhalten könnte. Gute Besserung.

    • Sinusläufer

      Der Druck ist immer da, ob mit Schuh ob ohne! Einzig nach dem aufstehen ist es gut. Danke, bis Sonntag hab ich noch Zeit dann steht der nächste Lauf an.

  2. Anke

    Da hilft nur Augen zu und durch. Diese drei Wochen wirst du überstehen, dann vor Stolz platzen und im Anschluss daran kannst du deinen Fuß schonen. Mir ging es vor meinem ersten Marathon ähnlich..Schmerzen im Fuß, nichts hat geholfen, aber aufgegeben hätte ich so kurz vorm Ziel NIEMALS.

    • Sinusläufer

      Danke für den Motivationsschub! Ich bin so hin und her gerissen. Lieber jetzt etwas Pause und danach mit Vollgas weiter oder ich ziehe durch und muß dann in der Endphase aufgeben weil nichts mehr geht. Ich gebe zu das mir dein Plan gefällt.

  3. An-Kas

    Oh je, ganz übel. Du bist so fleißig und motiviert und jetzt sowas.
    Ich habe keine ultimativen Tipps, außer vielleicht mit Voltaren ausgiebig und regelmäßig einschmieren. Hilft vielleicht zusätzlich. Oder hast du vom Arzt was?
    Och menno… Ich drücke die Daumen, dass es ganz schnell besser wird!
    Liebe Genesungswünsche,
    Anke

    • Sinusläufer

      Nein, es gab nichts. Mit Voltaren hab ich schon eingerieben aber ist halt auch kein Wundermittel. Danke für die lieben Worte und wenn schnell=Sonntag bedeutet wäre alles gut. 🙂

  4. Blumenmond

    Eis, Eis – Baby! Immer, wenn es eben geht, kühlen. Ich kann Dich gut verstehen und die Entscheidung kann Dir leider keiner abnehmen. Ich drücke die Däumchen für Dich.

    • Sinusläufer

      Ich kühle! Bei dem Wetter ja nichts unangenehmes. 😉 Ich hab mich heute mal für einen kurzen Probelauf entschieden und es hat sich mal nicht verschlechtert. Während dem Lauf habe ich gar nichts festgestellt. Vielleicht wirkt das Däumchen drücken schon.

  5. Gerd

    Naja, so einfach ist das nicht immer zu handhaben.
    Ich bin am Anfang immer zu viel gelaufen.
    Dann öfters zu schnell.
    Es dauert schon eine ziemliche Zeit bis man das richtige Maß gefunden hat. Mit den Diagnosen von Ärzten bin ich immer ein bisschen vorsichtig. Überlastung als Ursache glaube ich nur Ärzten die selbst laufen. 😉

    • Sinusläufer

      „Überlastung als Ursache glaube ich nur Ärzten die selbst laufen. ;-)“ Es ist zudem sehr schnell ausgesprochen gerade dann wenn man erwähnt das es nach dem Laufen kam. Ich habe heute weiter massiert,gedehnt,gekühlt und einen kleinen Testlauf gemacht. Fortsetzung folgt…

  6. Laufhannes

    Ich bin auf die Fortsetzung gespannt und drücke dir auf jeden Fall fest die Daumen!

    Lass dich davon nicht aus der Ruhe bringen. Rückschläge gehören dazu. – Und wenn man sie dann überwunden hat, zeigt sich die wahre Stärke. Ich glaub an dich!

  7. Nordläufer

    Dass es eine Überlastung sein soll, kann ich ehrlich gesagt nicht vorstellen. Ich würde ja eher zur konventionellen Heilungsmethode raten und einfach weiterlaufen. Mache ich jedenfalls fast immer so und siehe da, irgendwann ist das Zipperlein verschwunden. Die ersten zwei bis fünf Kilometer eines Laufs bringt man doch ohnehin damit zu, die Schmerzen vom letzten oder vorletzten Lauf in die richtige Position zu rütteln. Dann läuft es fünf bis zehn Kilometer gut und dann fängt irgendwas anderes an, weh zu tun. Also alles ganz normal bei dir!

    Kondition verliert man übrigens nicht so schnell, ein oder zwei ausgefallene Läufe wirst du am Tag X gar nicht merken. Also Ruhe bewahren und alles wird gut!

  8. Frollein Holle

    Bei einen blossen Druckgefühl würde ich mich Herrn Nordläufer anschließen…manchmal hilft es (mir) bei diversen Zipperlinchen tatsächlich, wenn ich einfach langsam und regelmässig weiterlaufe – ich hab‘ da so meine persönlichen Theorien zu, die aber zu unwissenschaftlich sind, um sie hier aufzukritzeln 😉
    Ich mach‘ es immer so – wenn etwas richtig schmerzt (und nicht bloss ein bißchen zwickt) und zwar so, dass man Schonhaltungen einnimmt oder es so richtig sticht, dann mache ich solange Pause bis es wech ist. Ggf. versuche ich dann mit Dehnen oder Kräftigungsübungen ein wenig herumzulaborieren, aber wenn das nix nützt, wird eben nicht gelaufen. Wenn etwas nur zwickt und ggf. sogar nach dem Lauf verschwindet oder am nächsten Tag oder whatever…dann vorsichtig weiterlaufen.

  9. Saba

    Mein herzlichster Dank geht an den Nordläufer:
    Darf ich mir DAS einrahmen? (Eine bessere Beschreibung meiner üblichen langen Läufe gibt es nicht *g)

    „Die ersten zwei bis fünf Kilometer eines Laufs bringt man doch ohnehin damit zu, die Schmerzen vom letzten oder vorletzten Lauf in die richtige Position zu rütteln. Dann läuft es fünf bis zehn Kilometer gut und dann fängt irgendwas anderes an, weh zu tun. Also alles ganz normal bei dir!“

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