Richtiger Laufstil: So werden die Gelenke geschont

Posted by on 4. Februar 2014

 

„Um weiterhin den Spaß am Laufen zu behalten ist ein richtiger Laufstil wichtig. Deswegen freue ich mich den Gastbeitrag von Orthoparc erhalten zu haben den ich hier gerne veröffentliche. Vielen Dank.“

 

Richtiger Laufstil: So werden die Gelenke geschont

Das Laufen ist die natürlichste Bewegung des Menschen: Für unsere Vorfahren waren Tagesstrecken von 30 Kilometern eher die Regel als die Ausnahme. Heute ist ein solches Pensum selbst für Hobbysportler undenkbar; viele Läufer klagen schon während eines sporadischen Lauftrainings über Schmerzen im Bewegungsapparat. Eine falsche Lauftechnik kann nicht nur dafür die Ursache sein, sondern langfristig vor allem den Gelenken einen erheblichen Schaden zufügen.

 

Schädigung der Gelenke ist nicht heilbar

Ein falscher Laufstil wird oftmals nicht bemerkt. Das ist fatal, weil dem Läufer außer Schmerzen kein gezielter Handlungsbedarf signalisiert wird und er eine mögliche Schädigung der Gelenke, die irreversibel ist, nicht erkennen kann. Dies bedeutet, dass bei ersten Schmerzen häufig nur die Symptome erkannt und behandelt werden können.

Ein wichtiger Indikator, der vieles über die möglicherweise falsche Lauftechnik verrät, ist der Aufsetzpunkt des Fußes: Hier kann im Wesentlichen zwischen drei verschiedenen Varianten unterschieden werden. Einige Läufer haben zuerst mit dem Vorderfuß Bodenberührung; andere treten etwa vollflächig mit dem ganzen Fuß auf, viele Läufer neigen dazu, den Fuß weit vor dem Schwerpunkt des Körpers aufzusetzen. Wird zu weit vorne aufgetreten, folgt fast unweigerlich ein Belastungsschub auf die Ferse. In der Konsequenz schlägt der Stoß ungefedert durch. Doch genau zu einer solchen Abfederung ist der Fuß eigentlich in der Lage. Idealerweise sollte etwa vollflächig und kurz vor dem Körperschwerpunkt aufgetreten werden. Wichtig dabei: Das jeweils betroffene Knie sollte leicht angewinkelt sein, um den Stoß besser absorbieren zu können.

 

Kurzer Schritt vor, langer Schritt hinter der Körpermitte

Nach dem Auftreten werden Bein und Hüfte komplett durchgestreckt. Abgestoßen wird mit dem Fußballen. Der Oberschenkel schwingt nach vorn, wogegen der Unterschenkel nur mitgezogen wird. Das Auftreten erfolgt dann wieder unmittelbar vor dem Schwerpunkt des Körpers. Bei der Laufbewegung ist der Oberkörper nur leicht nach vorn gebeugt. Zusammengefasst soll der Schritt nach vorn kurz und nach hinten lang ausgeführt werden, wenn die Mitte des Körpers das Ausgangsmaß darstellt. Ein solcher Laufstil schont nicht nur den Bewegungsapparat, sondern ist auch besonders effizient. So ist es möglich, mit demselben Kraftaufwand schneller zu laufen. Bergauf sollte allerdings eine leichte Variation stattfinden. Der Oberkörper wird etwas stärker nach vorn gebeugt, um die Balance zu halten. Der Aufsetzpunkt des Fußes wird hingegen nach hinten verschoben.

Umstellung zahlt sich aus

Die Gewöhnung an den neuen Laufstil wird anfangs Überwindung kosten und zunächst anstrengender sein, denn die Muskeln haben sich bereits auf die bisherige Lauftechnik eingestellt. Eine Umstellung lohnt sich aber längerfristig auf jeden Fall. Sie sollten allerdings vorab die eigene Haltung und Bewegung analysieren lassen. Hierzu empfehlen sich orthopädische Ärzte, die sich auf Sportmedizin spezialisiert haben. So bietet zum Beispiel die ORTHOPARC-Klinik eine umfangreiche Leistungsdiagnostik und -beratung, speziell auf den entsprechenden Typ zugeschnitten. Unterstützung könnte auch der Wechsel des Schuhwerks leisten: Viele Sportschuhe bieten zu wenig Bewegungsfreiheit und fördern eine falsche Technik. Der ideale Laufschuh sollte kaum spürbar sein und das natürliche Abknicken des Fußes keinesfalls verhindern.

Egal ob Sie nur gelegentlich eine kleine Runde drehen oder auf den nächsten Marathon trainieren, denken Sie an ausgiebiges Aufwärmen, richtige Bewegung, regelmäßige Koordinationsübungen und passendes Schuhwerk.

 

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