Der Kopf wollte…

Es besser zu wissen schützt vor Torheit nicht.

Urlaub,Sonne und Erholung steht auf dem Plan. Das heißt ich treibe Sport wann mir der Sinn danach steht oder auch nicht. Natürlich ist Sport immer ein Bestandteil von Urlaub so das ich gestern zu einer kleinen Runde aufbrach.

Euphoriegeschwängert von den ganzen Triathlonberichten und dem Ironman/Frankfurt starte ich mit dem Rad. Zwar nur halb so schnell wie ein Ironman aber doppelt so schnell wie ich es eigentlich machen sollte. Unbeirrt meines Pulsschlags versuchte ich das Tempo noch zu halten ehe ich nach 6 km wie ein Anstrengungs-Asthmatiker nach Luft schnappe. Ich muß zwangsläufig langsamer treten und ein Mentos hilft mir den Atem wieder zu beruhigen. Nicht ganz so schnell aber noch weit über meinem Leistungskontingent steuere ich den Sportplatz an um auf die Laufeinheit zu wechseln. Es erwartet mich ein mit Wasser getränkter Platz wo jeder Schritt automatisch für nasse Füsse sorgt. Doch wenn man schon mal da ist läßt man sich auch davon nicht abschrecken und ich laufschwimme meine erste 400m Runde in einem 6:00/km… Pfffuuuu so langsam wird die Euphorie geschwächt und der Körper setzt sich durch. Ich appeliere an meine Vernunft und breche hier ab.

Die Heimfahrt hilft dem Puls zwar nicht auf Kurs  zu kommen aber immerhin lande ich unbeschadet zu Hause. Von einer Erkenntnis kann hier keine Rede sein außer die Bestätigung das man soooooo nicht trainiert. Es ist einfach mit mir durchgegangen.

Als Belohnung für meine Unvernunft hab ich mir heute neue Schuhe geleistet. Mehr für den Alltag als für das Lauftraining.

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Was getan ist, ist getan!

Das Laufspiel der Europameisterschaft 2012 ist Geschichte für mich. Im Viertelfinale mußte sich Tschechien gegen den starken Gegner Portugal mit 70:19 geschlagen geben.

Doch von Traurigkeit keine Spur. In dieser Zeit hab ich viel gelernt und weiß das mein Körper mehr zu leisten vermag als mir bewußt war. Mit Beginn der EM bin ich mit 20 Jahreskilometern gestartet und beende diese mit 79km.

Wo ich mir noch den ersten Spieltag einteilen konnte mußte ich berufsbedingt die anderen am Stück laufen. Das wichtigste dabei war das Tempo recht niedrig zu halten. Auch wenn der Spruch recht phrasenhaft klingt, nicht die Strecke tötet sondern das Tempo. Dieser Satz hat sich bewahrheitet. Bis auf schwere Beine nach den Läufen hatte ich am Folgetag keinerlei Beschwerden, Muskelkater oder ähnliches.

Für Distanzen von 15km habe ich vor einiger Zeit lange trainiert und diese dann ohne dieses Training zu bewältigen war für mich eigentlich nicht vorstellbar. Aber aus der Not heraus hab ich den Gedanken aber lieber ignoriert. Statt dessen dachte ich lieber an Grenzerfahrungen wie ich sie bei Steffen, Gerd, Miss Monster und vielen anderen schon gelesen habe. Das hilft!

Jetzt kann ich die Umfänge aber wieder auf ein normales Niveau reduzieren.  😎 Ich danke Christian Brenner für die tolle Idee und werde es weiter mit Spannung verfolgen. Zudem muß ich noch meinen Favoriten anfeuern was nicht unbedingt mit dem Land in Zusammenhang steht sondern eher mit den Paten. 😀

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Brückentag

Spiel gegen Russland

Donnerstag abend 23:30 Uhr. Ich komme in den Genuß eines Brückentages gehe aber mit meiner Partnerin ins Bett die leider nicht soviel Glück hat. Zuvor lege ich mir noch die Laufsachen zurecht um mir die Option offen zu lassen das ich um kurz nach zwölf wieder aus dem Bett falle. (Ich bin so froh das mein Monster auch läuft sonst wäre sie aus dem Kopf schütteln wohl nicht mehr raus gekommen)

Ich bleibe wach und ignoriere die 10% in mir die an meine Vernunft appelieren. Um 0:07 Uhr bin ich auf der Piste und überlege zeitgleich wieviel Kilometer heut drin sind. Vier mal fünf klingt machbar. Nach 4,3 Kilometern bin ich wieder zuhause. 0,6 km hinter dem Soll. Alles noch machbar.

Am nächsten Morgen verabschiede ich das Monster auf die Arbeit und hauche mir mit Kaffee und Sonnenschein die Lebensgeister wieder ein. Um 09:36 Uhr stehe ich in unserem Schlosspark um da weitere Kilometer zu sammeln. Weitere sechs eingesammelt und wieder im Plan. Der Körper fühlt sich gut an und läßt mich hoffen. Grund genug ihn mit Frühstück und Schlaf zu versorgen.

Um 16:31 Uhr starte ich zum dritten Lauf um den Schwanenteich rum. Runden laufen erscheint mir kürzer als Km. Kopfsache. 7,7 km! Puh! Die Beine füllen sich nicht mehr so leicht an. Vielleicht ist die Strecke mit An- und Abstieg nicht die beste Wahl aber der Waldboden ist sehr angenehm.

Jetzt fehlen mir noch zwei Kilometer um mein gestecktes Ziel zu erreichen.

Zuhause angekommen ist meine Partnerin schon startbereit um Frau M. laufradelnd zu begleiten. Ich klinke mich direkt mit ein um mein Faß voll zu machen. In einem guten 6er Schnitt jetzt noch mitzuhalten fällt schwer aber bis auf meine mangelnde Konversationpuste gehts. Nach einem guten Kilometer lasse ich die zwei weiter ziehen und trete den Rückweg an.

Done! Ziel erreicht und ZWANZIG KILOMETER gelaufen.

Wahnsinnig? Gesund?

Ich will mir die Fragen gar nicht beantworten aber es hat Spaß gemacht mich für das Laufspiel herauszufordern und hoffe die Tschechische Republik gut vertreten zu haben.

Ergebnisse

 

 

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EM-Laufspiel

Die Europameisterschaft steht vor der Tür und ich freue mich, zusammen mit Rainer, das Land Tschechien vertreten zu dürfen.

Hm?

Ich rede vom EM-Laufspiel das Christian Brenner ins Leben gerufen hat. Vor zwei Jahren ist seine Idee als WM-Laufspiel geboren und geht jetzt in die zweite Runde. Die Plätze bzw. Partnerschaften waren schnell vergeben.  Auch beim WM-Spiel war ich dabei bin aber schon in der Vorrunde ausgeschieden.

Mal sehen was dieses Jahr machbar ist wobei die Mitstreiter nicht an Qualität verloren haben. Letztendlich steht der Spaß an der Sache aber im Vordergrund.

In diesem Sinne wünsche ich uns gute Spiele!

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Serie fortgesetzt

Der Deichlauf in Neuwied ist immer eine feste Größe in meinem Läuferleben. Leider wurde der Bahnlauf abgesetzt wo ich meine Serie fortsetzen könnte.

Auch wenn meine Trainingsvorbereitung diesmal Auch wenn ich die Wochen zuvor nur ein paar mal gelaufen bin war mein Motto: „Fünf gehen immer.“ Irgendwelche Illusionen bezüglich Zieleiten machte ich mir keine.

Trotz der enspannten Zielvorgabe war ich gestern sehr nervös vor dem Start. Selbstzweifel machten sich breit. Niemand möchte sich ein DNF abholen oder gar als letzter durch das Ziel laufen.Doch die waren größtenteils unbegründet wie sich nachher rausstellte.

Der Lauf selbst war, bis auf meinen hohen Puls, nahezu ereignislos. Außer die Dame die von der Deichmauer brüllte: „Der geht ja, schau mal der geht. Warum geht der dann?“ Ich drehte mich zu ihr hoch und rief: „Entschuldigung“,bevor ich wieder zum Laufschritt überging. Eine Erklärung für mein gehen könne sein das mein Puls auf 185 bei 189max war als auch das ich am trinken war. :-p

Hannes schafte es tatsächlich mich noch zu überrunden. Was ich jetzt nicht an meiner schlechten sondern an seiner guten Leistung festmache. 😉 Nochmal Gratulation zum zweiten Platz.

Meine Zielzeit ist: 35:18 min auf 5 Kilometer

Meine schlechteste Wettkampfzeit vielleicht aber aufgrund der Vorbereitung  meine beste.

Zufrieden!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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